Autoversicherungen im Vergleich: Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko

Spricht man von der Autoversicherung, ist meist die Kombination von Haftpflicht und Kaskoversicherung gemeint – doch es gibt insgesamt fünf Autoversicherungen-Arten. Bei den meisten handelt es sich um freiwillige Versicherungen, mit welchen sich die Versicherungsnehmer im Schadensfall absichern können. Lediglich die Kfz-Haftpflichtversicherung ist vom Gesetzgeber her vorgeschrieben. Das bedeutet: Wer keine entsprechende Police hat, kann sein Fahrzeug bei der Zulassungsstelle gar nicht erst anmelden. Die verschiedenen Autoversicherungsarten bieten insgesamt einen Versicherungsschutz in nahezu allen erdenklichen Schadensfällen, die im Straßenverkehr passieren können. Um die monatlichen Beiträge in einem überschaubaren Rahmen zu halten und trotzdem Versicherungsschutz zu gewähren, bieten die Assekuranzen meist die Möglichkeit an, dass die Versicherungsnehmer einen Teil des Schadens selbst trägt und die Versicherung für den Rest gerade steht.

Welche Autoversicherungen-Arten gibt es?

Zu den Autoversicherungsarten zählen auch der Schutzbrief, die Insassenunfallversicherung sowie die Verkehrs-Rechtsschutzversicherung, die weniger bekannt sind als Haftpflicht und Kasko. Vor allem auf Reisen ist der Schutzbrief gefragt, der eine Hilfe bei Pannen, Diebstahl oder einem Unfall auch im Ausland verspricht. Die Insassenunfallversicherung bietet einen zusätzlichen Versicherungsschutz für die Mitfahrer, wenn sie bei einem Unfall zu Schaden kommen. Möglich ist es, eine bestimmte Zahl von Personen oder pauschal alle Mitfahrer, die sich zum Unfallzeitpunkt im Fahrzeug befunden haben, zu versichern. Die Verkehrs-Rechtsschutzversicherung übernimmt – ähnlich wie die private Rechtsschutzversicherung – die Kosten für Anwalt und Gericht bei Rechtsstreitigkeiten. Allerdings greift sie nur, wenn es beispielsweise zu Streitigkeiten über den Hergang des Unfalls kommt.

Das leistet die KFZ-Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung ist die einzige unter den Autoversicherungsarten, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Sie deckt eventuelle Schadensersatzansprüche Dritter ab und umfasst sowohl Sach- als auch Personenschäden. Muss beispielsweise ein Unfallopfer nach dem Crash operiert werden und anschließend eine aufwändige Reha-Maßnahme antreten, übernimmt die Kfz-Haftpflichtversicherung die Kosten dafür. Beim Abschluss dieser Versicherung sollten die Versicherungsnehmer darauf achten, dass sie eine Police mit einer ausreichend hohen Deckungssumme abschließen. Manche Versicherer bieten Deckungssummen von bis zu 100 Millionen Euro an, einige sogar unbegrenzten Versicherungsschutz. Wichtig ist dieser hohe Schutz aus einem Grund: Der Unfallverursacher müsste sonst für alle Schäden, welche nicht durch die Versicherung abgedeckt sind, aus der eigenen Tasche zahlen.

Autoversicherungsarten: die Kaskoversicherung

Anders als bei der Haftpflichtversicherung handelt es sich bei der Kaskoversicherung um keine Pflichtversicherung. Sie zählt somit zu den freiwilligen Autoversicherungen-Arten. Die Kaskoversicherung übernimmt Schäden, die am Fahrzeug des Versicherten entstehen. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um Schäden in Folge eines Unfalls handeln. Denn die Assekuranzen ersetzen beispielsweise auch Schäden, die durch Hagel oder Marderverbiss entstehen. Auch wenn das Fahrzeug gestohlen wird, greift der Versicherungsschutz der Kaskoversicherung. Die Kaskoversicherung teilt sich in zwei weitere Autoversicherungsarten auf, nämlich in die Teil- und die Vollkaskoversicherung.

Teilkasko

Teilkasko bietet Fahrzeugschutz mit Einschränkungen

Die Teilkaskoversicherung ist die günstigere der beiden Autoversicherungsarten, die Schäden am eigenen Fahrzeug bezahlen. Die Höhe der Beiträge richtet sich in erster Linie nach der Typenklasse, in welche das Fahrzeug eingestuft ist, und nach der Regionalklasse, welche durch die Postleitzahl des Fahrzeughalters ermittelt wird. Weitere Faktoren, die zur Berechnung der Prämie herangezogen werden, sind das Alter des Fahrzeuges, die jährliche Kilometerleistung und das Alter des Fahrers. Vor allem bei jüngeren Autofahrern unter 25 Jahren gehen die Versicherer von einem größeren Risiko aus, wodurch sich die monatlichen Beiträge verteuern. Auch wer in den 24 Monaten vor Vertragsschluss einen Versicherungsschaden hatte, wird von den Assekuranzen als höheres Risiko eingestuft, was sich in höheren Beiträgen niederschlägt. Die Teilkaskoversicherung wird vor allem für ältere Fahrzeuge gern gewählt, weil die Fahrzeughalter hier kleinere Schäden eher in Kauf nehmen.

Vollkasko

Umfassendender Schutz: Die Vollkaskoversicherung

Die Vollkasko zählt zu den Autoversicherungsarten, bei welchem die Versicherungsunternehmen den umfangreichsten Versicherungsschutz bieten. Weil auch Schäden durch Vandalismus oder selbstverschuldete Unfälle abgedeckt sind, setzen Banken zur Autofinanzierung den Abschluss einer Vollkaskoversicherung voraus. Ein wichtiges Kriterium für die Höhe der Beiträge ist bei der Vollkaskoversicherung der sogenannte Schadenfreiheitsrabatt. Dieser fällt umso höher aus, je länger ein Autofahrer unfallfrei gefahren ist. Fahrzeughalter können die Beitragshöhe außerdem dadurch senken, dass sie einen Selbstbehalt in den Vertrag aufnehmen lassen. In diesem Fall tragen sie die Kosten für kleinere Schäden und bis zur vereinbarten Höhe des Selbstbehaltes selbst und laufen dadurch nicht Gefahr, einen Teil ihres Schadenfreiheitsrabattes zu verlieren.

Autoversicherungen: Die wichtigsten Arten vergleichen

Um eine Autoversicherung zu finden, die zu den individuellen Anforderungen und Möglichkeiten am besten passt, empfiehlt sich ein Autoversicherungsvergleich. Hier erhalten Sie einen Überblick vieler Tarife, die an Ihre Daten angepasst wurden, und können zudem festlegen, an welcher der drei wichtigsten Autoversicherungsarten und an welchen Zusatzleistungen Sie interessiert sind.